Österreichs vorgeschlagene Glücksspielreform steht im Mittelpunkt der Diskussionen auf dem iGaming DACH Summit 2026

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Nach monatelanger Unsicherheit hat das österreichische Bundesministerium für Finanzen einen Gesetzentwurf zur Zukunft des Glücksspielregulierungsrahmens des Landes abgeschlossen. Die vorgeschlagenen Reformen und ihre Auswirkungen auf den Markt werden ein zentrales Diskussionsthema auf dem 3. jährlichen iGaming DACH Summit sein, der am 3. – 4. Dezember 2026 in Wien, Österreich stattfindet.

Der in Betracht gezogene Rahmen würde die Monopolstruktur des Landes durch ein offenes Lizenzmodell ersetzen, das einer unbegrenzten Anzahl von Online-Glücksspielanbietern den Marktzugang ermöglicht. Dies ist ein klarer Bruch mit der Vergangenheit und ein deutliches Zeichen dafür, dass politische Entscheidungsträger genau beobachtet haben, was anderswo funktioniert hat – und was nicht.

Branchenführer bewerten den vorgeschlagenen Rahmen

Die jüngsten Entwicklungen werfen wichtige Fragen zu Lizenzierung, Kanalisierung, Spielerschutz, Durchsetzung und langfristiger Marktnachhaltigkeit auf. Zwei Experten mit umfassender Kenntnis der österreichischen Regulierungslandschaft, die beide später in diesem Jahr auf dem iGaming DACH Summit sprechen werden, teilten ihre Perspektiven zum vorgeschlagenen Rahmenwerk und dessen möglichen Auswirkungen auf die Zukunft der Branche.

Gustav Trefil, Rechtsexperte, Bundesministerium für Finanzen (Österreich)

Im Hinblick auf die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umstellung auf einen wettbewerbsfähigeren Markt sagte Gustav:

„Sollte Österreich beschließen, sich einem Multi-Lizenz-Modell für Online-Glücksspiel zuzuwenden, sollte das primäre Ziel darin bestehen, die Kanalisierung der Spieler in den regulierten Markt zu stärken, anstatt den Wettbewerb zu erhöhen.

Ein gut gestalteter Lizenzrahmen sollte Zugang zu attraktiven, sicheren und regulierten Glücksspielprodukten bieten, während gleichzeitig hohe Standards beim Spielerschutz gewahrt bleiben. Eine wirksame Regulierung erfordert klare und durchsetzbare Verpflichtungen für lizenzierte Anbieter, darunter Maßnahmen zur verantwortungsvollen Spielförderung, Spielerüberprüfung, Anforderungen zur Geldwäschebekämpfung sowie robuste Verbraucherschutzmaßnahmen.

Eine strenge Durchsetzung gegen nicht lizenzierte Anbieter ist ebenfalls unerlässlich. Der Rahmen kann seine Ziele nur erreichen, wenn er die Attraktivität und Zugänglichkeit illegaler Angebote reduziert und Spieler zu lizenzierten Alternativen mit angemessenem Schutz lenkt.

Letztendlich sollte jedes zukünftige Marktmodell daran gemessen werden, ob es zentrale öffentlich-politische Ziele erreicht: effektiver Verbraucherschutz, hohe Kanalisierung in den legalen Markt, Marktintegrität und die Verhinderung illegalen Glücksspiels.” 

Arthur Stadler, Gründungspartner | Rechtsanwalt, STADLER PARTNER Rechtsanwälte

Zu den Chancen und praktischen Überlegungen im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen Rahmenwerk äußerte sich Arthur wie folgt:

„Österreichs Wandel von einem Staatsmonopol zu einem Multi-Lizenz-iGaming-Rahmen ist eine der bedeutendsten regulatorischen Entwicklungen in Europa dieses Jahres. Für Anbieter öffnet dies einen lange geschlossenen Markt mit echtem kommerziellem Potenzial. Doch wie immer wird der Erfolg von einem gut strukturierten Lizenzierungsprozess, klaren Compliance-Anforderungen und wirksamen Spielerschutzmaßnahmen abhängen. Ich werde tiefergehend untersuchen, ob diese Grundlagen tatsächlich vorhanden sind und was es braucht, damit Österreich zu einem attraktiven Modell für eine nachhaltige Marktliberalisierung wird.”

Setzen Sie das Gespräch in Wien fort

Da eine der am intensivsten beobachteten regulatorischen Entwicklungen in Europa voranschreitet, werden Stakeholder die potenziellen Auswirkungen auf Marktzugang, Compliance und Wettbewerb bewerten. Erfahren Sie, was diese Entwicklungen für Betreiber und Markteintrittsstrategien bedeuten könnten, auf dem iGaming DACH Summit 2026 diesen Dezember.

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